Anti-Ausstellung des Monats Juni
Klimts Unterhosen.
Ganz Wien feiert das Klimtjahr. Mit einer Ausstellung an
jeder Ecke gedenkt man 150 Jahre klingelnder Kassen. Klimt im MAK, Klimt im
Kunsthistorischen, Klimt im Leopold, Klimt im Wienmuseum, Klimt im
Theatermuseum, Klimt in der Albertina und so weiter.
Jede Institution hat ihr
persönliches Futzerl Gustav ausgemottet und publikumswirksam inszeniert. Zu sehen
gibt es seinen Malerkittel hier, seine Postkarten dort, seine Unterhosen mit
Sicherheit auch demnächst irgendwo. Nicht nur Touristen dürften bei
Ankündigungen wie „der größten Sammlung“ hernach enttäuscht die Ausstellung
verlassen. Wer den Neun-Museen-Marathon auf sich nimmt, hat am Ende zwar alles
gesehen, aber auch über 100 Euro investiert. Etwas mehr Zugänglichkeit und
etwas weniger Eigenbrötlerei wären wünschenswert gewesen.
© Artwork: haubentaucher.at



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