21 Dezember, 2011
19 Dezember, 2011
Weihnachten. Folge 7: Frisch aufgespielt

Eine zünftige Geschenkidee für sich selbst: Wer die steirische Harmonika liebt, im Büro oder unterwegs aber keine Gelegenheit hat zu üben, der wird diese App für iPhone und iPad zu schätzen wissen: Strassers Harmonika am Bildschirm und das kostenlos!
Link zum App-Store
© screenshot: Strasser
Weihnachten. Folge 6: Manege frei.

Die französische Compagnie Akoreacro bespielt heuer im Rahmen des Festivals Cirque Noel erstmals das Grazer Orpheum. Gezeigt wird das Stück Pfffffff, das - wie könnte es anders sein - das Verhältnis zwischen Männern und Frauen thematisiert. Die Akteure haben ihr Handwerk in Frankreich, Belgien, Schweden und Russland gelernt und diese verschiedenen Zugänge zusammen mit einem realen chinesischen Hintergrund sorgen für einen abwechslungsreichen Abend. Ein ideales Geschenk für Menschen, die den puren Zirkus lieben und Musik von Tango bis Rap. Für folgende Tage gibt es noch Restkarten im Ticketbüro: 21., 22., 23.,29., 30., 31. Dezember sowie von 2. - 6. Jänner 2012
Mehr Infos unter: www.cirque-noel.at/
© Foto Cirque Noel / Vincent Jeannot
15 Dezember, 2011
Weihnachten. Folge 5: Tu Gutes.
Das ideale Weihnachtsgeschenk ist eines, das allen Freude macht. Man mag zu Licht ins Dunkel stehen, wie man will, aber die Auktionen von FM4 (morgen ist noch eine!) sind schon eine nette Idee. Und immerhin kommt das Geld Leuten zu gute, die sich keine Krankenversicherung leisten können, da kann man den Alltagsfatalismus und -zynismus mal kurz abschalten.
Der langen Rede kurzer Sinn: morgen früh da hinschauen, mitsteigern, Gutes tun. Das Ersteigerte kann man dann sich selbst schenken oder einem netten Menschen. Danke für die Aufmerksamkeit...
http://fm4.orf.at/lichtinsdunkel
Foto: Christkindl. ©haubentaucher.at
14 Dezember, 2011
Der Beisl-Blog: Im Tal der Dampflok
Ein packender Reisebericht samt Schweinsbraten und Knödel, exklusiv erschienen auf dem berühmt-berüchtigten Beislblog der Haubentaucher-Redaktion: http://haubentaucher-beisl.blogspot.com/
Weihnachten. Folge 4: The sound of Music
Hätten wir heuer nur Geld für ein einziges Geschenk und dieses sollte ein Tonträger sein, dann würden wir definitiv diesen wählen. Eloui hat mit "Chasing Atoms" eine kleine große Platte gemacht. Ohne Bombast, ohne irgendetwas, das derzeit gerade besonders angesagt wäre. Ohne sexy Promo-Videos oder massentaugliche Twitter-Postings. Aber dafür mit etwas, das seltener ist als Goldene Schallplatten: Mit Talent!
Eloui, Chasing Atoms, erschienen als Vinyl und als CD beim Wiener Label Ernesty Music Group, vertrieben über Hoanzl. Zu bestellen hier: http://eloui.net/chasingatoms.html
13 Dezember, 2011
Weihnachten. Folge 3: Sitz!
Als wir kürzlich in Köln waren, haben wir ihn gesehen. Und können ihn wirklich jedem empfehlen, der nicht genau weiß, wohin mit seinem Geld. Der Sunball ist ein Klassiker aus den späten 1960ern bzw. frühen 70ern, spacig und unglaublich cool. Hat allerdings auch seinen Preis...
Zum Beispiel hier erhältlich...
Zum Beispiel hier erhältlich...
Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihr Geld!
Im Eingangsbereich des Auditoriums wurden Kulturgelder verbrannt.
Eine angeregte Diskussion war das gestern abend im neuen Joanneum. Die steirische Gesellschaft für Kulturpolitik hatte geladen und das Podium war - wie man so schön sagt - "hochkarätig" besetzt. Peter Weibel stellte fest: "Sparen ist Verblödung". Kurt Flecker sprach vom politischen Stimmungsbarometer Werner Faymann und von seiner Ablehnung gegenüber Evaluierungen aller Art. herbst-Intendantin Kaup-Hasler lobte das eigene Festival ausgiebig und beklagte ansonsten die Quotenfixiertheit von Politik und Medien. Und Autor Philipp Blom empfahl der steirischen Kulturszene, sich um mehr private Mäzene zu bemühen. Insbesondere Weibels Wortmeldungen wären durchaus dazu angetan gewesen, dem einen oder anderen Propagandisten der "Märkte" die Augen zu öffnen. Aber natürlich waren keine bösen Kapitalisten, gierigen Banker, kunstfeindlichen Unternehmer oder auch nur aktive Politiker anwesend, um sich die Sorgen und Argumente der Kulturschaffenden anzuhören. Zwei Mängel fielen in diesem Zusammenhang deutlich auf: es braucht auf jedem Podium einen Kontrapunkt, sonst wird es rasch eintönig. Und es bräuchte einen Moderator, der mehr will als sich beim Publikum beliebt zu machen.
Die Veranstaltung auf Facebook
12 Dezember, 2011
Weihnachten. Folge 2: Das schönste Bilderbuch des Jahres.

Sapperlot! Gerade noch rechtzeitig vor dem frohen Fest präsentierten Anita Fuchs und Martin Behr ihr Bilderbuch "Sapperlot!", erschienen im Verlag Bibliothek der Provinz. Grandiose Bilder, zwischen Kunst und Kitsch aus der steirischen Öffentlichkeit, werden da in matten Farben gezeigt. Dazu gibt es einen beißend-treffenden Essay von Günther Holler-Schuster und ein Interview mit dem Schriftsteller Gerhard Roth über die Weltmaschine und Franz Fuchs. Skurrile Objekte und großartige Fundstücke aus dem gesamten Land haben Fuchs und Behr zusammengesammelt, das Buch wird so auch zu einem Steiermark-Reiseführer, der zu Ausflügen einlädt. Eine ausführlichere Rezension gibt es hier Anfang Jänner, schon jetzt aber sei dieses Buch als potenzielles Weihnachtsgeschenk empfohlen. Und hier kann man es bestellen: www.bibliothekderprovinz.at/
11 Dezember, 2011
Weihnachten. Folge 1: Weinachten.
Der Haubentaucher bringt heuer in loser Reihenfolge ein paar ausgesuchte Geschenktipps rund um die kommerziell erfolgreichste Zeit des Jahres. CDs, Bücher, aber auch andere Fundstücke aus Shops und den Weiten des Internets. Folge 1 widmet sich dem passenden Wein zum Fest. Die zwei Experten der Flaschendreh-Videoserie testen daher goldgelbe Tropfen mit über 13 %. Man gönnt sich ja sonst nichts...
01 Dezember, 2011
Diskussion des Monats
Nach der durchaus kontroversiellen Rede von Peter Weibel bei der Eröffnung des neuen Joanneumsviertels wird am 12. 12. am dortigen Orte über Kunst, Kultur und Kohle diskutiert. Der Haubentaucher empfiehlt: Hingehen. Eventuell sogar mitreden.
Der Zeit ihre Kunst
Der Kunst ihr Geld!
Montag, 12.12.2011, 19 Uhr
Joanneumsviertel, Auditorium
Graz, Kalchberggasse 2

Am Podium:
Philipp Blom
Schriftsteller, Übersetzer und Journalist (ORF-Ö1).
Kurt Flecker
Landtagspräsident und Landeshauptmann-Stv. a. D., Kulturreferent der Stmk. Landesregierung 2005 – 2009.
Veronica Kaup-Hasler
Intendantin des Steirischen Herbsts, seit 2006.
Peter Weibel
Vorstand des ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (seit 1999). Chefkurator der Neuen Galerie,
Graz (1993- 2011). Professor für Medientheorie, Universität für Angewandte Kunst Wien
Könnte spannend werden...
Der Zeit ihre Kunst
Der Kunst ihr Geld!
Montag, 12.12.2011, 19 Uhr
Joanneumsviertel, Auditorium
Graz, Kalchberggasse 2

Am Podium:
Philipp Blom
Schriftsteller, Übersetzer und Journalist (ORF-Ö1).
Kurt Flecker
Landtagspräsident und Landeshauptmann-Stv. a. D., Kulturreferent der Stmk. Landesregierung 2005 – 2009.
Veronica Kaup-Hasler
Intendantin des Steirischen Herbsts, seit 2006.
Peter Weibel
Vorstand des ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (seit 1999). Chefkurator der Neuen Galerie,
Graz (1993- 2011). Professor für Medientheorie, Universität für Angewandte Kunst Wien
Könnte spannend werden...
Haubentaucher des Monats Dezember:
Patrick Sullivan, Polizist a.d.

Der Pensionist Mr. Sullivan aus dem Staate Colorado war, wie heute etliche Medien mit spöttischem Unterton berichten, vor wenigen Jahren "Polizist des Jahres" und ein vehementer Kämpfer gegen Drogenmissbrauch. Jetzt sitzt er bedauerlicherweise in U-Haft, solange bis er eine halbe Million Dollar Kaution auftreiben kann oder aber sein Prozess beginnt. Ihm wird nämlich vorgeworfen, Drogen gegen Sex eingetauscht zu haben - oder dies wenigstens versucht zu haben. Nun verstehen wir ja die Mühen des Alters und die niedrigen Pensionen in den USA, aber das geht natürlich doch zu weit. Wenn man sich schon wegen so etwas erwischen lässt, dann wenigstens nicht im eigenen Heimatbezirk. Sonst kann es einem nämlich wie dem hochdekorierten Ex-Polizisten ergehen, der nun in einem Gefängnis hockt, das einst ehrenhalber nach ihm benannt wurde.
Quelle: Der Spiegel
Der Pensionist Mr. Sullivan aus dem Staate Colorado war, wie heute etliche Medien mit spöttischem Unterton berichten, vor wenigen Jahren "Polizist des Jahres" und ein vehementer Kämpfer gegen Drogenmissbrauch. Jetzt sitzt er bedauerlicherweise in U-Haft, solange bis er eine halbe Million Dollar Kaution auftreiben kann oder aber sein Prozess beginnt. Ihm wird nämlich vorgeworfen, Drogen gegen Sex eingetauscht zu haben - oder dies wenigstens versucht zu haben. Nun verstehen wir ja die Mühen des Alters und die niedrigen Pensionen in den USA, aber das geht natürlich doch zu weit. Wenn man sich schon wegen so etwas erwischen lässt, dann wenigstens nicht im eigenen Heimatbezirk. Sonst kann es einem nämlich wie dem hochdekorierten Ex-Polizisten ergehen, der nun in einem Gefängnis hockt, das einst ehrenhalber nach ihm benannt wurde.
Quelle: Der Spiegel
DVD/Blu-ray des Monats Dezember
Barfuß auf Nacktschnecken

Vor kurzem noch im Kino, nun auch für die Heimanlage erhältlich und ausgesprochen empfehlenswert ist die sensibel erzählte Geschichte zweier an sich sehr unterschiedlicher Schwestern, die zueinander finden. Die Jüngere ist gelinde gesagt eine etwas seltsame Naturliebhaberin, die Ältere eine smarte, elegante Großstadtlady. Die Mutter der beiden verstirbt plötzlich und nun muss Clara, die ältere Schwester, Verantwortung übernehmen für Lily, die einigermaßen unkontrollierbar durchs Leben geht. Zuerst will Clara (dargestellt von der wunderbaren Diane Kruger) nicht wahrhaben, was ihre Schwester alles anstellen kann, wenn sie nicht beaufsichtigt wird. Sie will Lily zu sich in die Stadt nehmen, doch dort ist die junge Frau, die so offensichtlich „anders tickt“ hoffnungslos überfordert. Clara nimmt sich also Urlaub und lässt den Job hinter sich. Sie zieht zu Lily und die beiden entwickeln eine intensive, wenn auch oft nervtötende Beziehung. Nach einem Streit verschwindet Lily und lernt drei umherziehende Kleidersammler kennen. Sie kehrt zurück und versucht nun ihrer Schwester auch etwas beizubringen: nämlich wie man frei lebt, ohne lästige bürgerliche Konventionen. Ein sehr französischer Film, der vom spanischen Altmeister Buñuel und von jüngeren Vorbildern, wie „Sweetie“ von Jane Campion, inspiriert scheint. Sowohl Diane Kruger als auch Ludivine Sagnier, in der nicht gerade einfachen Rolle als Lily, liefern brillante Arbeit ab.
http://www.barfuss-auf-nacktschnecken.de/
Die Langfassung dieser Kritik und weitere Filmbesprechungen (unter anderem aus der Haubentaucher-Redaktion) gibt es auf http://www.uncut.at/heimkino/

Vor kurzem noch im Kino, nun auch für die Heimanlage erhältlich und ausgesprochen empfehlenswert ist die sensibel erzählte Geschichte zweier an sich sehr unterschiedlicher Schwestern, die zueinander finden. Die Jüngere ist gelinde gesagt eine etwas seltsame Naturliebhaberin, die Ältere eine smarte, elegante Großstadtlady. Die Mutter der beiden verstirbt plötzlich und nun muss Clara, die ältere Schwester, Verantwortung übernehmen für Lily, die einigermaßen unkontrollierbar durchs Leben geht. Zuerst will Clara (dargestellt von der wunderbaren Diane Kruger) nicht wahrhaben, was ihre Schwester alles anstellen kann, wenn sie nicht beaufsichtigt wird. Sie will Lily zu sich in die Stadt nehmen, doch dort ist die junge Frau, die so offensichtlich „anders tickt“ hoffnungslos überfordert. Clara nimmt sich also Urlaub und lässt den Job hinter sich. Sie zieht zu Lily und die beiden entwickeln eine intensive, wenn auch oft nervtötende Beziehung. Nach einem Streit verschwindet Lily und lernt drei umherziehende Kleidersammler kennen. Sie kehrt zurück und versucht nun ihrer Schwester auch etwas beizubringen: nämlich wie man frei lebt, ohne lästige bürgerliche Konventionen. Ein sehr französischer Film, der vom spanischen Altmeister Buñuel und von jüngeren Vorbildern, wie „Sweetie“ von Jane Campion, inspiriert scheint. Sowohl Diane Kruger als auch Ludivine Sagnier, in der nicht gerade einfachen Rolle als Lily, liefern brillante Arbeit ab.
http://www.barfuss-auf-nacktschnecken.de/
Die Langfassung dieser Kritik und weitere Filmbesprechungen (unter anderem aus der Haubentaucher-Redaktion) gibt es auf http://www.uncut.at/heimkino/
Buch des Monats Dezember
Constantin Göttfert: Satus Katze. C.H. Beck Verlag 2011

Der Wiener Göttfert ist Jahrgang 1979, also noch ein junger Kerl, und dieses ist sein erster Roman. Eine kurze, aber ganz schön verwickelte Geschichte mit vielen Finnland-Bezügen, so etwas gefällt dem Haubentaucher immer. Obwohl das Buch kaum 140 Seiten hat, sollte man sich als Leser Zeit nehmen für die Lektüre. Allzu einfach macht es einem der Autor nämlich nicht. Eine geheimnisvolle Katze verbindet die zwei unterschiedlichen Handlungsstränge, es geht düster und mysteriös zu und am Ende ist man kaum klüger als zuvor. Irgendwie erinnert das ganze ein klein wenig an den Grazer Autor Clemens J. Setz und das ist ja nicht die schlechteste Referenz dieser Tage. Vor allem aber zeichnet Göttfert Stimmungsbilder, wie sie die finnische Filmindustrie in den vergangenen 20 Jahren vermehrt visualisieren konnte. Ein seltsames kleines Büchlein, das wir voller Stolz ins Regal stellen. In die Skandinavien-Ecke gleich neben den schönen kleinen Band "Bis ins Eismeer" von Thomas Brunnsteiner, erschienen 2007 im Wieser Verlag. Aber das ist eine andere Geschichte...

Der Wiener Göttfert ist Jahrgang 1979, also noch ein junger Kerl, und dieses ist sein erster Roman. Eine kurze, aber ganz schön verwickelte Geschichte mit vielen Finnland-Bezügen, so etwas gefällt dem Haubentaucher immer. Obwohl das Buch kaum 140 Seiten hat, sollte man sich als Leser Zeit nehmen für die Lektüre. Allzu einfach macht es einem der Autor nämlich nicht. Eine geheimnisvolle Katze verbindet die zwei unterschiedlichen Handlungsstränge, es geht düster und mysteriös zu und am Ende ist man kaum klüger als zuvor. Irgendwie erinnert das ganze ein klein wenig an den Grazer Autor Clemens J. Setz und das ist ja nicht die schlechteste Referenz dieser Tage. Vor allem aber zeichnet Göttfert Stimmungsbilder, wie sie die finnische Filmindustrie in den vergangenen 20 Jahren vermehrt visualisieren konnte. Ein seltsames kleines Büchlein, das wir voller Stolz ins Regal stellen. In die Skandinavien-Ecke gleich neben den schönen kleinen Band "Bis ins Eismeer" von Thomas Brunnsteiner, erschienen 2007 im Wieser Verlag. Aber das ist eine andere Geschichte...
CD des Monats Dezember
fragments of an empire: unspoken (2011)

Wenn aus der Gerüchteküche die Wahrheit strömt, könnte das eine der letzten pumpkin-records sein. Labelchef Wolfgang Pollanz hat anscheinend langsam genug. Schade wäre das – und gerade an den fragments of an empire sieht man, wie wichtig die Arbeit der Plattenproduktion aus dem schönen Ort Wies ist. Wer würde in Zeiten wie diesen denn sonst ein steirisches Instrumental-Quartett publizieren?
Die Fragmente hören auf die Namen Daniel Gutmann (Gitarre), Werner Wohlgemuth (Bass/Keyboards/Synth), Klaus Wohlgemuth (Gitarre) und Armin Poglitsch (Schlagzeug) und kommen aus Gnas. Ihre Musik wird gern unter dem Etikett "potenzielle Filmmusik" von der Presse abgelegt und da ist natürlich was dran. Düstere rockige Klänge, Momente der Stille, leise Geräusche, die langsam anschwellen. Sehr ruhig, verhalten, gehen sie es auf dieser 6-Stücke-EP an, fast scheint es, als würden die vier Herren Schwung oder Luft holen vor dem großen Ausbruch. Um die am Markt üblichen Längen scheren sie sich einen feuchten Kehricht. "What can not be spoken" dauert an die 12 Minuten, "Melancholia" ist nur geringfügig kürzer. Wobei: Keine Angst, ein Gitarrensolo hat bei den fragments nichts Mark-Knopfler-mäßiges. Eine wohltuende Abwechslung ist die kleine Scheibe allemal, ob nun zur Weihnachtszeit oder danach. Und noch einmal: es wäre sehr zu bedauern, wenn es in Zukunft für heimische Bands die Plattform namens pumkin nicht mehr geben würde.

Wenn aus der Gerüchteküche die Wahrheit strömt, könnte das eine der letzten pumpkin-records sein. Labelchef Wolfgang Pollanz hat anscheinend langsam genug. Schade wäre das – und gerade an den fragments of an empire sieht man, wie wichtig die Arbeit der Plattenproduktion aus dem schönen Ort Wies ist. Wer würde in Zeiten wie diesen denn sonst ein steirisches Instrumental-Quartett publizieren?
Die Fragmente hören auf die Namen Daniel Gutmann (Gitarre), Werner Wohlgemuth (Bass/Keyboards/Synth), Klaus Wohlgemuth (Gitarre) und Armin Poglitsch (Schlagzeug) und kommen aus Gnas. Ihre Musik wird gern unter dem Etikett "potenzielle Filmmusik" von der Presse abgelegt und da ist natürlich was dran. Düstere rockige Klänge, Momente der Stille, leise Geräusche, die langsam anschwellen. Sehr ruhig, verhalten, gehen sie es auf dieser 6-Stücke-EP an, fast scheint es, als würden die vier Herren Schwung oder Luft holen vor dem großen Ausbruch. Um die am Markt üblichen Längen scheren sie sich einen feuchten Kehricht. "What can not be spoken" dauert an die 12 Minuten, "Melancholia" ist nur geringfügig kürzer. Wobei: Keine Angst, ein Gitarrensolo hat bei den fragments nichts Mark-Knopfler-mäßiges. Eine wohltuende Abwechslung ist die kleine Scheibe allemal, ob nun zur Weihnachtszeit oder danach. Und noch einmal: es wäre sehr zu bedauern, wenn es in Zukunft für heimische Bands die Plattform namens pumkin nicht mehr geben würde.
Website des Monats Dezember
Georg Kreisler hat sich verabschiedet ohne groß Adieu zu sagen. Hier wird an den genialen Autor, Liederschreiber, Kabarettisten und scharfzüngigen Kritiker erinnert: http://www.georgkreisler.info/



